LAGH-Dienst Nr. 5

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute wollen wir Sie mit dem LAGH-Dienst Nr. 5 wieder auf einige, aus unserer Sicht, wichtige Themen aus Land und Bund aufmerksam machen. In lockerer Abfolge wird die LAGH Selbsthilfe Sie   informieren.

Für Inhalte sind die einzelnen Organisationen selbst verantwortlich.

Gerne nehmen wir auch Ihre Termine und Seminare mit in den Dienst auf. Nehmen Sie bei Interesse Kontakt mit der Geschäftsstelle auf.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre LAGH- Selbsthilfe e.V.

 

Wissenswertes

Wenn die Neuronen Sonderschicht machen

REHADAT veröffentlicht die erste Broschüre seiner neuen Wissensreihe mit dem Titel „Wenn die Neuronen Sonderschicht machen. Wie sich die berufliche Teilhabe von Menschen mit Epilepsie gestalten lässt“. Die barrierefreie Broschüre kann kostenlos unter www.rehadat.de/wissensreihe/epilepsie.pdf herunter geladen werden.

Neben Grundinformationen über die Krankheit erfährt der Leser, wie Epilepsie sich auf das Berufsleben auswirken kann. Zum Beispiel, ob der Arbeitnehmer seinen Arbeitgeber über die Krankheit informieren muss, wie die Arbeitssicherheit gewährleistet wird oder welche Hilfsmittel eingesetzt werden können.

 
DISKUSSIONSPAPIER DER BAG BBW ZUR REFORM DES BUNDESTEILHABEGESETZES

Der junge Mensch im Mittelpunk“ als pdf

 

ANKÜNDIGUNG

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach dem großen Erfolg in Hamburg findet der 6. rehaKIND-Kongress vom 5. bis 7. Februar 2015 in Düsseldorf statt. Erwartet werden rund 800 Teilnehmer aus Medizin, Therapie, Fachhandel, Institutionen, Vereinen, Pädagogik, sowie Kinder/Jugendliche und ihre Angehörigen. Erstmalig ist das Programm mit rund 80 Vorträgen und Workshops so weit gefächert, dass an allen Tagen Parallelveranstaltungen zur Auswahl stehen. Die große Kinderreha-Fachausstellung mit 60 Ausstellern von Hilfsmitteln, Dienstleistungen und Vereinen/Verbänden ist während des Kongresses jederzeit kostenfrei  für alle Besucher geöffnet.

Die Schirmherrschaft haben Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Barbara Steffens, NRW-Ministerin für Gesundheit und Soziales, sowie Prof. Dr. Bettina Westhoff, Orthopädische Klinik des Universitätsklinikum Düsseldorf übernommen. Zahlreiche medizinische Fachgruppen, wie die VKO (Vereinigung für Kinderorthopädie), die DGOU (deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie) und die DGSPJ Deutsche Gesellschaft für
 Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. unterstützen den Kongress in seiner einzigartigen, interdisziplinären Ausrichtung.

Besonders willkommen sind betroffene Kinder, Jugendliche und ihre Eltern, in einigen Symposien kommen sie auch selbst zu Wort, denn ihre Einbindung ist rehaKIND wichtig.

Das Themenspektrum geht auf vielfältige Aspekte des Lebens von Kindern und Jugendlichen mit Handicap ein: Neben den „klassischen“ orthopädischen Fragestellungen stehen viele soziale, psychologische und auch rechtliche Aspekte im Fokus, Klassifikationen, Assessments, die ICF, praktische Versorgungsbeispiele, gut funktionierende Netzwerke und aktuelle Therapieformen zeigen die große Bandbreite der Fragestellungen in der Kinderreha auf. Transition, d.h. der Übergang vom Jugend- in das Erwachsenenalter, kulturelle Diversität und unterschiedliche Lebenswelten von Kindern sowie psychologische Aspekte sorgen für eine ganzheitliche Betrachtungsweise im Kinderrehabilitationsprozess. Der Samstagvormittag (7.2.) gibt mit dem Schwerpunktthema Inklusion und Unterstützte Kommunikation allen Fachleuten, aber auch den Betroffenen Raum für Ideen und Projekte. Pädagogen aus Förder- und Regelschulen gehören dabei genauso zum neuen interdisziplinären Team bei der Versorgung von Kindern mit Förderbedarf. Kritische Aspekte dieser gesamtgesellschaftlichen Aufgabe werden ebenso beleuchtet und mutmachende Beispiele aufgezeigt.

Wie bei allen rehaKIND-Kongressen geht es nicht um hoch wissenschaftlichen Diskurs der einzelnen Fachdisziplinen, vielmehr sind Referenten und Teilnehmer im interdisziplinären Austausch miteinander.

Gern laden wir Sie zur Teilnahme am Gemeinschaftsstand für Vereine und Institutionen ein. Auch bitten wir um Verbreitung des Programms in Ihren Mitgliederkreisen. Gedruckte Exemplare des Programms senden wir Ihnen in gewünschter Stückzahl kostenfrei zu, auch eine Auslage von Info-Materialien ist möglich. Haben Sie Interesse, dann kontaktieren Sie uns doch oder mailen uns das Anmeldeformular zu. Für individuelle Fragen erreichen Sie uns am besten vormittags in der Geschäftsstelle.

Gibt es weitere Ideen von Ihnen ? Wir freuen uns darauf und senden sonnige Herbstgrüße,

Ihr rehaKIND-Team, Christiana Hennemann, Anke Ewe und Susanne Heine

 
Internationale Fördergemeinschaft rehaKIND e.V. | Lütgendortmunder Str. 153 | D-44388 Dortmund
fon: 0049 231 6103056 | fax: 0049 231 6103423 | mobil: 0049 171 5465043
mailto: info@rehakind.com

Besuchen Sie uns auch auf Facebook – http://facebook.com/rehaKIND

 

BUND

PFLEGESTÄRKUNGSGESETZ

Bundestag beschließt umfangreiche Verbesserungen in der Pflege
Der Deutsche Bundestag hat heute in zweiter und dritter Lesung das erste Pflegestärkungsgesetz beschlossen. Es sieht umfangreiche Leistungsverbesserungen vor, die zum 1. Januar 2015 wirksam werden. Die Leistungen in der ambulanten Pflege steigen um rund 1,4 Mrd. Euro, für die stationäre Pflege sind Verbesserungen im Umfang von rund 1 Mrd. Euro vorgesehen. Der Bundesrat muss dem Gesetz noch zustimmen. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Wir haben für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen ein gutes Leistungspaket geschnürt. Mit dem Pflegestärkungsgesetz helfen wir Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen die Pflege zu Hause zugeschnitten auf ihren Bedarf zu organisieren. Dabei können sie – finanziert durch die Pflegeversicherung – die Unterstützung durch professionelle Pflegekräfte, aber auch durch Haushaltshilfen, Alltagsbegleiter oder ehrenamtliche Helfer in Anspruch nehmen. Außerdem wollen wir die Lebensqualität der Bewohner in Pflegeheimen weiter verbessern.“

Hier finden Sie unsere Pressemitteilung:
http://www.bmg.bund.de/ministerium/presse/pressemitteilungen/2014-04/bt-beschliesst-pflegestaerkungsgesetz.html

 

GESUNDHEIT

Patientenvertretung im Gemeinsamen Bundesausschuss

Stellungnahme der maßgeblichen Patientenorganisationen im GBA nach § 140f SGB V zu Normierung von Gesundheitsdienstleistungen als pdf.

 

REISEN

Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse nimmt Fahrt auf

Zum 1. Oktober hat die Meldestelle für barrierefreie Fernlinienbusse ihre Arbeit aufgenommen. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V., BSK, bietet damit die erste Anlaufstelle bei Fragen und Beschwerden für Reisende mit Behinderung. „Fernlinienbus-Betreiber sind gesetzlich verpflichtet, ab dem 1. Januar 2016 Neufahrzeuge einzusetzen, die barrierefrei sind“, betont Ulf-D. Schwarz, Geschäftsstellenleiter beim BSK. „Unser konkretes Ziel ist es, die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Auge zu behalten. Darin ist die Herstellung der Barrierefreiheit verankert“, sagt Schwarz. Julia Walter leitet die neue Meldestelle und ist auf die Resonanz gespannt: „Wir haben keine Erfahrungswerte darüber, von wem und wie häufig unsere Meldestelle frequentiert wird“, sagt sie. „Für unseren Verband ist es jedoch wichtig, dass Reisende mit Behinderung eine kompetente Ansprechpartnerin haben, die ihnen bei allen Fragen zum Thema Reisen mit dem Fernlinienbus zur Seite steht“, so Walter. Bis zur stufenweise Einführung der Barrierefreiheit bei den Fernlinienbussen ist die Meldestelle im Aufbau befindlich und wird als Ansprechpartner für die verschiedenen Akteure zur Verfügung stehen. Dies umfasst z.B. die Beratung von Reisenden mit Behinderung, Überprüfung der Barrierefreiheit der Fernlinienbusse durch Testfahrten, die Kontaktaufnahme mit allen Beteiligten (Fernlinienbus-Hersteller, -Betreiber, Politik) sowie das Ahnden von Missständen bei nicht barrierefreien Fernlinienbussen.
Die Meldestelle ist von Montag bis Donnerstag, 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr und Freitag von 9.00 Uhr bis 13.30 Uhr unter der Tel.: 030 8145268-53 Email: julia.walter@bsk-ev.org erreichbar.
 
Friederike Buse
Praktikantin Pressestelle
Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V.

 

LAND: Hessisches Ministerium für Soziales und Integration

19.11.2014 PRESSEMITTEILUNG

Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen

Fulda. Der Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, Dr. Wolfgang Dippel, hat heute drei Unternehmen mit dem „Landespreis für beispielhafte Beschäftigung und Integration schwerbehinderter Menschen“ ausgezeichnet. „Mit dem Preis wollen wir den Einsatz von Unternehmen für die Integration von schwerbehinderten Menschen und vorbildliche Eingliederungsbeispiele stärker in den öffentlichen Fokus rücken. Insbesondere im Hinblick auf den Fachkräftemangel und auf den demographischen Wandel wollen wir aber auch für die wirtschaftlichen Vorteile werben, die Arbeitgeber durch die Beschäftigung von schwerbehinderten Menschen haben“, so Dr. Dippel.

Der Staatssekretär appellierte an die hessischen Betriebe, sich der Verantwortung zu stellen und Menschen mit Handicaps zu beschäftigen. Nach der aktuellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit beschäftigten bereits rund 10.000 Arbeitgeber in Hessen mehr als 70.000 schwerbehinderte Menschen. Dies entspreche für Hessen einer Quote von 4,6 Prozent, damit liege Hessen über dem Bundesdurchschnitt von 4,1 Prozent.

Dr. Dippel verwies aber auch auf den Marktforschungsbericht des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur der Goethe-Universität Frankfurt. Dieser stelle fest, dass mehr als 40 Prozent der Betriebe bis 250 Beschäftigte noch gar keinen Schwerbehinderten in der Belegschaft zu verzeichnen hätten. „Hier gilt es auch Vorbehalte gegenüber vermeintlichen Schwächen schwerbehinderter Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abzubauen, denn die Qualifikationsstruktur der Schwerbehinderten ähnelt nicht nur der allgemeinen Qualifikationsstruktur. Unter den Schwerbehinderten ist sogar ein etwas höherer Anteil mit abgeschlossener Berufsausbildung zu finden. Qualifizierte, motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderungen können nicht nur in Zeiten des demographischen Wandels und des Fachkräftemangels ein Gewinn für jeden Betrieb sein“, so Dr. Dippel.

Nach den Angaben des Staatssekretärs unterstütze das Land die Integration und Teilhabe der behinderten Menschen am Arbeitsleben mit finanziellen Mitteln und im Rahmen verschiedener Projekte. Beispielsweise würden aktuell mit dem Hessischen Perspektivprogramm zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen schwerbehinderter Menschen (kurz: HePAS) Arbeitgeber dazu angeregt, Beschäftigungsmöglichkeiten und Ausbildungsplätze für schwerbehinderte Menschen zu schaffen. Für das gemeinsam mit dem Landeswohlfahrtsverband Hessen konzipierte Programm sollen 30 Millionen Euro bis Ende 2016 aus der Ausgleichsabgabe investiert werden. „Doch Geld und gute Ideen nützen nichts ohne engagierte Mitwirkende, ohne den Einsatz engagierter Arbeitgeber. Daher wollen wir auch ein Umdenken in den Köpfen der Menschen erreichen“, sagte Dr. Dippel.

Hierfür seien die drei Unternehmen, die mit dem 3.000,00 Euro dotierten Preis heute ausgezeichnet wurden, wichtige Vorreiter. In diesem Jahr erhielten folgende Unternehmen die Auszeichnung:

Sorol Hospitality Equipts GmbH in Dietzenbach

Der Kleinbetrieb stellt spezielle Trolleys für Hotels, Restaurants, Krankenhäuser und Kreuzfahrtschiffe her. Unter den nur sechs Mitarbeitern finden sich vier Menschen mit Behinderungen. Diese Beschäftigungsquote von zwei Dritteln sei insbesondere vor dem Hintergrund der Betriebsgröße und auch der Maschinenbaubranche äußerst beachtlich, hob der Staatssekretär hervor. Das noch junge Unternehmen zeige sich sehr aufgeschlossen und innovativ bei der Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. So habe es z. B. zwei gehörlosen Mitarbeitern eine Ausbildung zu Industriemaschinenbedienern ermöglicht. Der Arbeitgeber will seine innovative Integrationspolitik nach eigenen Angaben auch zukünftig fortführen.

iba – individuelles betriebliches arbeiten e. V. in Wiesbaden

Der privatwirtschaftlich tätige Betrieb mit 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bietet verschiedenste Dienstleistungen rund um die Bereiche Innen- und Außenreinigung, Instandhaltung, Haustechnik, Garten- und Landschaftspflege sowie Essenszubereitung an. Eine Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderungen von 70 Prozent spreche für sich, so Dr. Dippel. Für Menschen mit verschiedensten Beeinträchtigungen werde hier ein passgenaues, individuelles Arbeitsumfeld geschaffen, das es den schwerbehinderten Menschen ermögliche, am ersten Arbeitsmarkt teilzuhaben. Das Unternehmen schaffe und erhalte bereits seit 15 Jahren nachhaltig sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse für Menschen mit und ohne Behinderung. Wie der Staatssekretär hervorhob, unterstrichen zahlreiche positive Eingliederungsbeispiele den Vorbildcharakter dieses Betriebes.

Elis Textil-Service GmbH – Niederlassung Rhein-Main in Mörlenbach

Das mittelständische Reinigungsunternehmen mit 138 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern habe eine vorbildliche Unternehmensphilosophie, begründete Dr. Dippel die Entscheidung für diesen Preisträger. Besonders innovativ zeige es sich bei der Beschäftigung von Förderschülern mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung. Den jungen Menschen werde hier nicht nur eine Chance, sondern auch eine Lebensperspektive geboten. Zur Betreuung der schwerbehinderten Kollegen wurde eigens eine Mitarbeiterin eingestellt. Der Betrieb erfülle die behindertenpolitischen Ziele in nicht selbstverständlicher Weise. Durch die intensive Betreuung und den engagierten Einsatz des Arbeitsgebers seien vorbildliche Integrationsbeispiele entstanden, so Dr. Dippel.


Presseerklärung zur Sitzung des Gemeinsamen Bundesausschusses am 16. Oktober 2014

Neue Therapie für traumatisierte Patienten – aber Qualitätsanforderungen müssen zügig und realitätsnah folgen

Berlin, 16. Oktober 2014. Der G-BA beschließt über die Aufnahme der sogenannten Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR) Therapie für Erwachsene mit Posttraumatischen Belastungsstörungen.

Die Patientenvertretung hatte gemeinsam mit dem GKV-Spitzenverband den Antrag zur Überprüfung eingebracht, um eine weitere wirksame Therapiemöglichkeit für die Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) als Traumafolgeerkrankung zur Verfügung zu stellen. Die EMDR kann nun im Rahmen eines umfassenden Behandlungskonzeptes der Verhaltenstherapie, der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie oder der analytischen Psychotherapie erbracht werden.
Die Patientenvertretung begrüßt die Aufnahme sehr. Allerdings konnte keine Einigung über die Qualitätsanforderungen an die zukünftigen Leistungserbringer erzielt werden, so dass diese nun in der Psychotherapie-Vereinbarung außerhalb des G-BAs festgelegt werden sollen.
Nun sind Ärzte und Krankenkassen am Zug. Es müssen tragfähige Qualitätsanforderungen entwickelt werden damit die Leistung schnell für Patientinnen und Patienten in der Versorgung ankommt.

Ansprechpartnerin: Cosima Bonhage, DHG-SHG, E-Mail: c.bonhage@web.de


Weiteres