spacer

Ständiger Ausschuss der Landesarbeitsgemeinschaften

Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen tagte in Marburg

IMG_4184Zu seiner Frühjahrstagung trafen sich die Landesarbeitsgemeinschaften Selbsthilfe (LAGen) chronisch kranker und behinderter Menschen, die die Ländervertretungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (BAG SELBSTHILFE) sind, letzte Woche 2Tage in Marburg. Die Tagung wurde von der LAGH SELBSTHILFE e.V. ausgerichtet.

Zu Beginn der Tagung richtete Landrätin Kirsten Fründt das Grußwort des Landkreises an die LAGen. Sie betonte die Wichtigkeit der Selbsthilfe im gesellschaftlichen Kontext und deren regionale Bedeutung. „Im Kreis Marburg-Biedenkopf ist im Rahmen der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention schon einiges erreicht worden, vor allem auch durch die Unterstützung der Selbsthilfegruppen und-vereine in der Region. Es ist wichtig, dass wir bei allen Vorhaben die Belange chronisch kranker und behinderter Menschen im Blick haben. Noch haben wir nicht alles erreicht, es gibt noch genug zu tun“ betonte die Landrätin.

„Dies sehen wir, die LAGH SELBSTHILFE, ebenso. Gerade im ländlichen Raum muss darauf geachtet werden, dass Menschen mit chronischer Krankheit und Behinderung Zugang zu Bildung, Arbeit und Gesundheitswesen haben. Wir sehen gerade im Bereich Arbeit auch die Landkreise und Kommunen aufgefordert, hier auf Arbeitgeber einzuzwirken, neue Arbeitsplätze zu schaffen, oder vorhandene umzugestalten, damit Menschen mit chronischer Krankheit und Behinderung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis kommen, oder es fortzusetzen“ führte die Vorsitzende der LAGH SELBSTHILFE Ursula Häuser aus. Hier könne auch der Landkreis Marburg-Biedenkopf z.B. im Rahmen der Wirtschaftsförderung unterstützend tätig sein.

Schwerpunktthemen der Tagung waren die anstehende Reform der Eingliederungshilfe und die Umsetzung der Inklusion auf der Basis der UN-Behindertenrechtskonvention.

Die LAGen schlossen sich einstimmig den Forderungen der BAG SELBSTHILFE an und unterstützen die Forderungen nach:

  • Teilhabemöglichkeiten in allen gesellschaftlichen Bereichen bestimmen über Lebenschancen.
  • Die Einbeziehung und Nutzung der Ressourcen aller Bürger sind elementare Faktoren für die allgemeine gesellschaftliche Entwicklung.
  • Soziale Inklusion nutzt Vielfalt, fördert Toleranz und Offenheit und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
  • Grundlage für das Gelingen einer inklusiven Gesellschaft ist die vernetzte Bürgerbeteiligung.

Zum umfassenden Themenbereich im Rahmen der Inklusion wurde von den LAGen ein Grundsatzpapier erarbeitet, welches abschließend in der Herbsttagung verabschiedet werden soll.